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Basiswissen AHA-Fruchtsäuren

Sobald eine neue Modewelle entsteht, springen viele Kosmetikfirmen, Kosmetikinstitute und der durch die Werbung aufgepuschte Endverbraucher auf diesen Zug auf, ohne auf die möglichen gesundheitlichen Folgen zu achten. Die oftmals an Fachwissen arme Presse und die Werbeanzeigen der Marketingexperten lobten die AHA-Fruchtsäuren und andere Schälkuren als die vermeintlich große Entdeckung hoch. Die möglichen langfristigen dermatologischen Folgen, besonders bei einer falschen Anwendung, scheinen nicht alle zu interessieren. Besonders bei normaler gesunder Haut mit einer normal ausgeprägten Hornschicht ist die Anwendung von Schälkuren und damit die Ausdünnung der Hornschicht völlig unsinnig, ja sogar schädlich. Die Hornschicht stellt eine wichtige Schutzbarriere unseres Körpers dar, die man keinesfalls schädigen sollte. Verdünnt man eine normal dicke Hornschicht, so schwächt man damit ihre Schutzfunktionen. Hier ist vor allem an eine Ausdünnung der Lichtschwiele zu denken. Das führt zu einer stark erhöhten Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlen, die so viel leichter in die Haut eindringen können. Durch die möglichen Zellschäden können vermehrt bösartige Hauttumore entstehen. Eine intensivere UV-Einwirkung führt immer zu einem vorzeitigen Alterungsprozess der Haut mit gleichzeitiger starker Faltenbildung. Führe ich die Schälkuren wegen der geringeren Sonneneinwirkung im Winter durch, so kann es bei kalter Witterung zu Kälteschäden der Haut kommen. Besonders bedenklich scheint bei täglicher Anwendung die Beeinträchtigung der physiologischen Hautflora zu sein, wodurch sich pathogene Keime vermehrt ausbreiten können. Auch die Immunabwehr gegen Bakterien, Viren und Pilze kann geschwächt werden. Durch die Beeinträchtigung der Barrierefunktion wird die Anfälligkeit der Haut gegenüber Erkrankungen wie Ekzemen und Kontaktallergien gesteigert.

Schälkuren sollten dort eingesetzt werden, wo eine verdickte Hornschicht die Grundlage für Hautprobleme ist. Z.B. bei einer stark verhornten unreinen Haut ist diese Abschilferung der obersten Hornschicht sinnvoll, um die Verhornungen an den Talgdrüsenausgängen zu beseitigen und so der Akne ihre Grundlagen zu entziehen. Hier stellen insbesondere Fruchtsäuren eine wertvolle und zugleich problemlose Behandlung dar. Und dies geschieht sinnvoll in Form von Kuren, um der Haut zwischenzeitlich die Möglichkeit zur Regeneration zu geben. Dr. Baumann SkinIdent bietet deshalb die Fruchtsäure Glykolsäure in Form einer Schälkur an. Um der Kosmetikerin eine genaue Abstimmung auf Hauttyp und beabsichtigte Schälwirkung zu ermöglichen, bieten wir abgestufte Konzentrationen von 10%, 20% und 30% an.

Merke: Fruchtsäuren in Form einer Schälkur sind hervorragend geeignet, eine verdickte Hornschicht auf ein normales Maß zu verdünnen, wenn es aufgrund der Hautverdickung zu Problemen wie z.B. Pickel bzw. Akne gekommen ist. Dagegen ist nach unseren Erkenntnissen nicht zu empfehlen, die Haut täglich mit einer normal dicken Hornschicht durch Schälungen zu traktieren.